Territoriale Einschränkungen. ELP SA hat keine Büros, Niederlassungen oder Vertretungen im Ausland. ELP SA führt keine kommerziellen oder Marketingaktivitäten außerhalb des Gebiets der Schweizerischen Eidgenossenschaft durch und hat keine Vertreter, Agenten oder aktiven Verkäufer im Ausland. Der Zugriff auf die Website setzt das Lesen, Verstehen und Akzeptieren des Haftungsausschlusses auf der Website voraus: Haftungsausschluss-Link

Der „Schwarze Donnerstag“ des Schweizer Frankens: Zehn Jahre nach dem Ereignis, das die Märkte erschütterte.

Autore Simona Fazio

 

Es sind zehn Jahre vergangen seit jenem 15. Januar 2015, der in die Wirtschafts- und Finanzgeschichte der Schweiz und weltweit eingegangen ist als der Tag, an dem die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Devisenmärkte mit einer völlig unerwarteten Entscheidung erschütterte: die Aufhebung der Wechselkursuntergrenze von 1,20 zwischen Franken und Euro. Ein Mindestkurs, der im September 2011 eingeführt worden war, um die Schweizer Wirtschaft während der Staatsschuldenkrise in Europa vor einer übermäßigen Aufwertung der Landeswährung zu schützen.

Die Gründe für die Politik des Mindestwechselkurses

Nach der globalen Finanzkrise von 2008 und der darauffolgenden europäischen Schuldenkrise wurde der Schweizer Franken zu einem sicheren Hafen für Investoren, was zu einem starken Anstieg seines Wertes führte. Diese Dynamik gefährdete die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Exporte und benachteiligte eine Reihe von lebenswichtigen Sektoren für die Wirtschaft des Landes. Um diesem Druck entgegenzuwirken, setzte die SNB eine Wechselkursuntergrenze zum Euro fest und verpflichtete sich, durch den Kauf massiver Mengen an Fremdwährungen einzugreifen, um den Franken unter Kontrolle zu halten.

Der Druck und das internationale Umfeld

Im Jahr 2015 veränderte sich das internationale Wirtschaftsumfeld jedoch deutlich: Die Europäische Zentralbank (EZB) bereitete sich darauf vor, ein umfangreiches Programm zum Ankauf von Wertpapieren (das sogenannte „Quantitative Easing“) aufzulegen, um die Wirtschaft der Eurozone anzukurbeln, was die Gemeinschaftswährung weiter unter Druck setzte. Ein Szenario, das es für die SNB immer teurer machte, den Mindestwechselkurs bei 1,20 zu halten, da es immer größere

Nach der globalen Finanzkrise von 2008 und der darauffolgenden europäischen Schuldenkrise wurde der Schweizer Franken zu einem sicheren Hafen für Investoren, was zu einem starken Anstieg seines Wertes führte. Diese Dynamik gefährdete die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Exporte und benachteiligte eine Reihe von lebenswichtigen Sektoren für die Wirtschaft des Landes. Um diesem Druck entgegenzuwirken, setzte die SNB eine Wechselkursuntergrenze zum Euro fest und verpflichtete sich, durch den Kauf massiver Mengen an Fremdwährungen einzugreifen, um den Franken unter Kontrolle zu halten.

Die überraschende Ankündigung und der Zusammenbruch der Märkte

Genau um 10:30 Uhr am 15. Januar 2015, vor zehn Jahren, gab die SNB plötzlich die Entscheidung bekannt, den Mindestwechselkurs von 1,20 aufzugeben und den Zinssatz für Einlagen weiter auf -0,75 Prozent zu senken. Die Reaktion der Märkte war unmittelbar und dramatisch: Der Schweizer Franken wertete innerhalb weniger Stunden um 30 % gegenüber dem Euro auf und erreichte Niveaus nahe der Parität, während der Wechselkurs zum US-Dollar einen ähnlichen Sprung erlebte.

Die Operationen der SNB und die Auswirkungen auf die Finanzmärkte

In den Monaten vor der Aufhebung des Mindestkurses hatte die SNB massive Interventionen durchgeführt, um Fremdwährungen zu kaufen. Der anhaltende Druck machte es jedoch immer schwieriger, diese Politik aufrechtzuerhalten, ohne die innere wirtschaftliche Stabilität zu gefährden. Als die Untergrenze aufgehoben wurde, hatten die Devisenreserven der SNB Rekordhöhen erreicht. Die Aufgabe des Mindestkurses von 1,20 führte zu erheblichen Verlusten für viele Anleger, Broker und Unternehmen, die sich auf die Stabilität des festen Wechselkurses verlassen hatten. Mehrere internationale Broker meldeten sogar Konkurs an, weil sie die plötzlichen Schwankungen nicht bewältigen konnten.

Die Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft

Die plötzliche Aufwertung des Frankens hatte verheerende Auswirkungen auf den Exportsektor und den Tourismus. Die Schweizer Unternehmen, die bereits mit der Stärke der Währung zu kämpfen hatten, sahen sich mit geringeren Gewinnmargen und einem Verlust an Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen Märkten konfrontiert. Im verarbeitenden Gewerbe waren viele Unternehmen gezwungen, Kosten zu senken oder Teile ihrer Produktion zu verlagern. Auch der Tourismus, einer der Schlüsselsektoren der Schweizer Wirtschaft, litt: Die starke Aufwertung des Frankens machte die Schweiz zu einem viel teureren Reiseziel, was den Zustrom ausländischer Touristen reduzierte.

Die lange Anpassungsperiode

Im Laufe der Zeit bewies die Schweizer Wirtschaft jedoch eine außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit: Viele Unternehmen verbesserten ihre betriebliche Effizienz und diversifizierten ihre Märkte, um die Abhängigkeit vom Euroraum zu verringern, und die Innovation und der hohe Mehrwert der Schweizer Produkte trugen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit trotz der Stärke des Frankens zu erhalten.

Die gewonnenen Erkenntnisse

Zehn Jahre nach dem Ereignis ist der „Schwarze Donnerstag“ eine Mahnung für die Zentralbanken und die Märkte an die Komplexität des Managements der Geldpolitik in einem vernetzten globalen Umfeld. Die SNB greift weiterhin in die Devisenmärkte ein, um eine übermäßige Aufwertung des Frankens zu verhindern, tut dies aber „selektiver“ als in der Vergangenheit. Das Ereignis hat auch die Bedeutung einer klaren Kommunikation und des Managements der Erwartungen der Anleger verdeutlicht. Es bleibt jedoch ein wichtiger „Fallstudie“, um die Risiken starrer Wechselkurspolitik und die Dynamik der globalen Märkte zu verstehen.

Suchen Sie nach der besten Lösung für den Währungsumtausch? Tauschen Sie jetzt mit geldwechselonline.ch

Noch kein Kunde? Kostenlose Autobahnvignette 2025: Zur Vignette 

** Angebot unterliegt den Bedingungen ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN

Warum
Geldwechselonline.ch?

Geldwechselonline.ch ist Ihr Schweizer Online-Devisenspezialist. Wechseln Sie bequem von zu Hause und sparen Sie bis zu 80 % gegenüber den Tarifen von Banken und Wechselstuben. Prüfen Sie jetzt, wie viel Sie als Grenzgänger, Privatperson oder Unternehmen sparen können!