Donald Trump ist zurück im Weißen Haus. Der an die Politik ausgeliehene Tycoon hat die Mehrheit der US-Wähler überzeugt. Die Kontrolle der Republikanischen Partei über das Repräsentantenhaus und den Senat wird die Verabschiedung der Gesetzesvorschläge der Trump-Regierung erleichtern. Sollten alle Ziele, die The Donald im Wahlkampf verkündet hat, erfolgreich umgesetzt werden, könnte es für Europa und auch für die Schweizer Wirtschaft kompliziert werden.
Schweizer Wirtschaft: Die Gefahren von Trumps Sieg
Ein unbedingter Reflex veranlasste die Anleger, die Bewegungen der Währungen zu beobachten, nachdem der Sieg von Donald Trump in seinen Dimensionen deutlich wurde. Der US-Dollar stieg gegenüber allen wichtigen Währungen an, sogar gegenüber dem Schweizer Franken. Die Logik lässt vermuten, dass, nachdem die Angst vor einer umstrittenen Wahl verschwunden ist, die abnehmende Unsicherheit es weniger notwendig macht, Schweizer Franken als Schutzstrategie zu halten. Zumindest gegenüber dem Dollar. Gegenüber dem Euro ergibt sich ein anderes Bild. Die Einheitswährung hat ihre Erholung gegenüber dem Franken gestoppt und verharrt nun im Bereich von 0,94-0,9430. Für die Schweizer Wirtschaft und die Wirtschaft der Eurozone beginnt nun eine Phase der Unsicherheit.
Zölle und Protektionismus sind die Hauptsorgen und auch die Zugpferde von Trumps Wahlkampf. Dies könnte zu einem leichten Rückgang des Handels mit Europa führen, wie Manfred Elsig, Professor für internationale Beziehungen an der Universität Bern, betont. In diesem Sinne ist die UNO der Hauptverdächtige, deren Sitz in der Schweiz, in Genf, liegt. Auch die NATO könnte darunter leiden, dass Trump wieder Druck auf die Verbündeten ausübt, indem er mehr Engagement fordert.
Das Risiko der Inflation
Die Einführung von Zöllen und ein verstärkter Isolationismus könnten zu einer höheren Inflation in den USA und anderen Teilen der Welt führen, worauf die Zentralbanken mit einer Verlangsamung der geldpolitischen Lockerung reagieren sollten. Dies könnte zur Unterstützung des Schweizer Frankens beitragen.
Was schließlich die einzelnen Sektoren der Schweizer Wirtschaft betrifft, so könnte eine Deregulierung im Sinne Trumps einigen Sektoren zugute kommen, in denen die Schweiz stark ist, wie etwa der Pharma- und Chemieindustrie. Auf der anderen Seite würde der Sektor der erneuerbaren Energien leiden, dem Trump eine Bevorzugung fossiler Brennstoffe entgegensetzen würde.
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